Wie entsteht ein runder Buchrücken?
Buchrücken, Vorder- und Rückdeckel bilden gemeinsam den Bucheinband. Als schmalster Teil hält der mittige Buchrücken alle Seiten des Buchblocks zusammen – bei Hardcover-Büchern entweder durch Klebebindung oder Fadenheftung.

Die Rundung erfolgt mechanisch: Zuerst wird der Buchblock abgeleimt und beschnitten. Dann wird er so bearbeitet, dass sich vorderen und hinteren Lagen an Seiten vom Buchrücken wegbewegen. Dabei nimmt der Buchblock eine gerundete Form an. Auch die Rückeneinlage zwischen Buchblock und Bucheinband erhält eine Rundung. Dieser sogenannte Schrenz besteht bei Einbänden mit rundem Buchrücken aus einem dünnen, biegsamen Karton.
Welche Vorteile hat ein runder Rücken?
Ein runder Buchrücken eignet sich speziell für umfangreiche Werke mit einem höheren Papiergewicht. Die Rundung stabilisiert den Buchblock und nimmt einen gewissen Druck aus den mittleren Seiten. Dank des biegbaren Schrenz lässt sich ein Buch mit rundem Rücken besonders weit und insgesamt besser öffnen. Dabei können Sie mit einem angenehmeren Aufschlagverhalten rechnen.
Außerdem nehmen viele Personen Hardcover mit rundem Rücken als ausgesprochen ästhetisch wahr. Der Grad der Rundung hängt stets von der Dicke des Buchblocks ab: Je breiter der Buchrücken ist, desto stärker kann er gerundet werden. Bei dünnen Werken fällt die Rundung entsprechend schwach aus.
Was macht einen geraden Buchrücken aus?
Die Entscheidung zwischen einem runden und flachen Buchrücken ist oft ästhetischer Natur. Sowohl Bücher mit Hardcover mit gerundetem als auch mit geradem Rücken sind hochwertig und langlebig. Beide Macharten bieten Ihnen zahlreiche Zusatzoptionen – wählen Sie zum Beispiel ein Kapitalband oder ein Leseband.
Beim ungerundeten Rücken behält der Buchblock seine ursprüngliche Form. Wenn Ihr Kochbuch, Sachbuch oder Roman also nicht allzu dick ist, eignet sich diese Variante bestens. Bei umfangreichen Werken kann sich ein gerundeter Buchrücken positiv auf das Aufschlagverhalten auswirken.
Fazit
Ein runder Buchrücken empfiehlt sich vor allem für umfangreiche Bücher mit höherem Papiergewicht. Ein gerader Buchrücken ist die passende Wahl für dünnere Werke mit geringerem Umfang. Beide Varianten bieten vergleichbare Qualitäts- und Veredelungsoptionen. Ihre Entscheidung hängt daher in erster Linie von der Dicke des Buches und Ihren ästhetischen Vorlieben ab.