Falzarten: zahlreiche Möglichkeiten für Ihre Printmedien

Einbruchfalz, Altarfalz oder Kreuzbruchfalz – diese und noch mehr Falzarten stehen Ihnen zur Auswahl. Doch was sind die Unterschiede und wofür eignet sich welche Falzart?

Flyer mit Wickelfalz, eine der aufklappbaren Falzarten, in den Händen eines Rezeptionisten
Flyer mit Wickelfalz, eine der aufklappbaren Falzarten, in den Händen eines Rezeptionisten
Inhalt:

Welche Produkte werden gefalzt?

Prinzipiell können Sie alle Produkte aus Papier maschinell falzen lassen, die später gefaltet oder aufgeklappt werden sollen. Häufige Produkte mit unterschiedlichen Falzarten sind:

  • Faltblätter und Falzflyer (Folder)
  • Einladungskarten, Grußkarten etc.
  • Stadtpläne
  • Beipackzettel
  • Postkarten als Klappkarten
  • Klappvisitenkarten

Die gängigsten Falzarten auf einen Blick

  1. Einbruchfalz
  2. Parallelfalz (Parallelmittenfalz)
  3. Zickzackfalz
  4. Wickelfalz
  5. Kreuzbruchfalz
  6. Altarfalz
  7. Treppenfalz
  8. Quadratfalz
  9. Kombi-Falzarten

Falzarten und Anwendungsbeispiele

Einbruchfalz

Hierbei handelt es sich um einen sehr einfachen Falz. Der Papierbogen wird entweder im Hoch- oder Querformat einmal in der Mitte gefalzt. Deshalb wird diese Falzart auch Mittelfalz genannt. Beim Falzen entsteht also ein Bruch, der vier gleich große Seiten ergibt. Der Einbruchfalz eignet sich ideal, wenn ideal, wenn Sie Flyer drucken – oder für Klappkarten oder Klappvisitenkarten.

Zwei Illustrationen der Falzart Einbruchfalz: als Papierbogen mit einem Bruch und gefaltet

Parallelfalz

Hierbei wird der Papierbogen im Quer- beziehungsweise im Hochformat zwei- oder dreimal parallel gefalzt. Die Falzkanten verlaufen dabei immer in derselben Richtung. Streng genommen gehören zum Parallelfalz auch andere Falzarten wie beispielsweise der Zickzackfalz. Wenn umgangssprachlich vom Parallelfalz die Rede ist, ist meist der Parallelmittenfalz gemeint.

3-Bruch-Parallelfalz bzw. Doppelparallelfalz:

Die Falzung wird zweimal mittig ausgeführt. So ergeben sich acht Seiten.

5-Bruch-Parallelfalz:

Beim Falzen wird der erste Doppelbogen ein zweites und drittes Mal auf je ein Drittel gefalzt. Dadurch bilden sich zwölf Seiten.

Der Parallelfalz wird gern für inhaltsreiche Werbemaßnahmen eingesetzt. Da ein Parallelfalz-Flyer – ebenso wie ein Wickelfalz-Flyer – eine geschlossene Kante besitzt, eignet er sich für die maschinelle Kuvertierung und ist damit beliebt für Postwurfsendungen.

Zwei Illustrationen der Falzart Parallelfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Zickzackfalz

Diese Falzart, auch Z-Falz oder Leporello-Falz genannt, ist häufig mit zwei bis fünf parallelen Brüchen anzutreffen. Der Bogen wird abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen gefalzt. So entsteht die typische Akkordeon-Form für Druckerzeugnisse mit sechs bis zwölf Seiten.

Besonders geeignet ist diese Falzart für thematisch sortierte Inhalte wie zum Beispiel bei Messefoldern oder Getränkekarten, denn ein Printprodukt mit Zickzackfalz lässt sich an jeder beliebigen Stelle leicht öffnen.

Zwei Illustrationen der Falzart Zickzackfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Wickelfalz

Beim Wickelfalz wird der Papierbogen zwei- bis viermal parallel gefalzt. Diese Falzart gilt als Sonderform des Parallelfalzes, bei der das Papier stetig nach innen gefalzt wird – es wird also ohne Richtungswechsel um ein Bogenteil herum gefalzt. Das fertige Produkt sieht wie „eingewickelt“ aus. Vom 2-Bruch- bis zum 4-Bruch-Wickelfalz bilden sich dabei sechs bis zehn Seiten.

Der Wickelfalz wird häufig für Programmflyer oder Tourismusinformationen verwendet. Lose Informationsseiten integrieren Sie ganz leicht in den Flyer, ohne dass diese seitlich herausrutschen. Dies ist besonders praktisch bei variierenden Zusatzinformationen oder Spezialangeboten.

Zwei Illustrationen der Falzart Wickelfalz: als Papierbogen mit zwei Brüchen und gefaltet

Kreuzbruchfalz

Die klassische Falzart für Gebrauchsanweisungen, Plakate, Stadtkarten und Infografiken sind sogenannte Kreuzbrüche, die auf zwei Arten anwendbar sind:

2-Bruch-Kreuzfalz

Der Papierbogen wird zweimal mittig über Kreuz gefalzt – zuerst in Längsrichtung, dann in Querrichtung. Hierdurch entsteht ein achtseitiges Printprodukt.

3-Bruch-Kreuzfalz

Ein dritter Bruch wird zusätzlich mittig in Längsrichtung vorgenommen, sodass insgesamt 16 Seiten entstehen.

Der markanteste Vorteil dieser Falzart ist ein kompaktes Endproduktformat – ideal für Druckerzeugnisse, auf denen Sie viele Informationen auf wenig Platz unterbringen möchten. Allerdings müssen Betrachterinnen und Betrachter das Produkt komplett auseinanderfalten, um alle Inhalte zu sehen.

Tipp: Produkte mit Kreuzbruchfalz bestellen Sie am besten mit einer niedrigen Papiergrammatur – je nach Anzahl der Seiten entstehen sonst Quetschfalten, die die Optik des Endprodukts beeinträchtigen können.

Zwei Grafiken der Falzart Kreuzbruchfalz: als Papierbogen mit zwei gekreuzten Brüchen und gefaltet

Altarfalz

Bei dieser Falzart erhält der Papierbogen zwei oder drei parallel verlaufende Falzlinien, wobei jeweils die außen liegenden Seiten nach innen gefalzt werden. Es gibt zwei Varianten:

2-Bruch-Altarfalz

Der linke und rechte Außenflügel des Papierbogens wird jeweils nach innen zur Mittellinie gefalzt. Somit entstehen sechs Seiten, wobei der mittlere Teil doppelt so groß ist wie die beiden äußeren Flügel. Letztere werden wie ein Fenster nach rechts und links aufgeklappt, um die Mittelseite einzusehen. Deshalb spricht man auch vom offenen Fensterfalz.

3-Bruch-Altarfalz

Bei dieser Variante wird der Papierbogen mit Fensterfalz noch einmal an der Mittellinie nach innen gefalzt. Hierdurch entstehen insgesamt acht gleich große Seiten. Im geschlossenen Zustand sind lediglich Titel- und Rückseite des Druckerzeugnisses zu sehen.

Die eingeklappten Flügel rufen durch den verborgenen Inhalt Aufmerksamkeit und Neugierde bei Kundinnen und Kunden hervor. Außerdem können Sie ausführliche Beschreibungen mithilfe dieser Falzart in handlichen Standardformaten unterbringen.

Zwei Illustrationen der Falzart Altarfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Treppenfalz

Der Treppen- oder Stufenfalz ist eine besondere Art des Zickzackfalzes. Man faltet die Seiten ebenfalls in wechselnder Richtung, dabei werden sie aber stufenweise kleiner beziehungsweise größer. Wird der geschlossene Folder von der kleinsten Seite her betrachtet, ergibt sich eine Registeransicht am rechten Außenrand. Diese Falzart ist ideal, wenn Sie einzelne Themen einer Faltbroschüre bereits im geschlossenen Zustand sichtbar machen wollen.

Zwei Illustrationen der Falzart Treppenfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Quadratfalz

Beim Quadratfalz handelt es sich um ein zentrales Quadrat, um welches vier anliegende Quadrate gefaltet werden. Das Produkt verfügt somit über zehn Seiten. Diese ausgefallene Falzart bietet sich an, wenn Sie zum Beispiel im verdeckten mittleren Quadrat eine Kernbotschaft vermitteln wollen und in den anliegenden Quadratklappen entsprechende Zusatzinformationen.

Zwei Illustrationen der Falzart Quadratfalz: als Papierbogen mit vier Brüchen und gefaltet

Für Spezialfälle: Kombi-Falzarten

Wünschen Sie ausgefallenere gefalzte Druckerzeugnisse, kommen auch Kombinationen verschiedener Falzarten infrage, zum Beispiel:

2-Bruch-Zickzack-Kreuzfalz: Hier werden zunächst zwei Zickzackfalzungen ausgeführt, gefolgt von einer Kreuzfalzung. Diese Falzart ist praktisch, wenn Sie beispielsweise Plakate falzen müssen, um sie per Post zu versenden. Durch die Art des Falzes wird das Plakat verhältnismäßig wenig beansprucht.

Zwei Illustrationen der Falzart 2-Bruch-Zickzack-Kreuzfalz: als Papierbogen und gefaltet

3-Bruch-Zickzack-2-Bruch-Parallelmittenfalz: Der Bogen wird dreimal im Zickzack gefalzt und mit einer mittigen 2-Bruch-Parallelfalzung kombiniert. Diese Art des Falzes kommt meist bei Landkarten zum Einsatz.

Zwei Illustrationen der Falzart 3-Bruch-Zickzack-2-Bruch-Parallelmittenfalz: als Papierbogen und gefaltet

4-Bruch-Parallelwickelfalz: Die ersten vier Seiten werden „eingewickelt“, die letzte, innerste Seite dann aber in die entgegengesetzte Richtung gefalzt. Ein Vorteil dieser recht speziellen Falzart ist die rundum geschlossenen Kante.

Zwei Illustrationen der Falzart 4-Bruch-Parallelwickelfalz: als Papierbogen mit vier Brüchen und gefaltet

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