DIN-Formate: ein Überblick mit Anwendungsbeispielen

Vor allem DIN-A4-Produkte sind im Berufsleben allgegenwärtig. Aber was ist mit anderen Größen? In diesem Beitrag bekommen alle DIN-Formate ihren großen Auftritt.

Zwei Drucksachen in den DIN-Formaten A4 und A6 hängen an Wandgitter, davor steht eine Tischlampe.
Zwei Drucksachen in den DIN-Formaten A4 und A6 hängen an Wandgitter, davor steht eine Tischlampe.
Inhalt:

Wer legt die DIN-Formate fest?

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) legt Maße und Größen in vielen verschiedenen Lebensbereichen fest – so auch unsere DIN-Formate.

DIN-Normen sollen den Handel vereinfachen, Qualität und Effizient steigern und Produkte sicherer machen. Die eine oder andere Norm kann jedoch auf den ersten Blick skurril wirken. So zum Beispiel die DIN EN 1860-1: Diese Norm legt fest, wie breit der Abstand zwischen den Stäben eines Grillrosts maximal sein darf, um das Durchfallen der Würstchen beim Grillen zu verhindern. Das nationale Normenwerk beinhaltet mehr als 34.000 verschiedene Normen – darunter finden sich auch solche, die in der Druckbranche eine Rolle spielen.

DIN-Normen im Druckwesen

DIN-Normen im Druckwesen regeln beispielsweise das Farbmanagement, den Schriftsatz oder die Prüfung von Druckmaschinen. Berühmt ist außerdem die DIN-Norm für Papierformate – auf sie konzentrieren wir uns in diesem Blogbeitrag. Die bekannteste der DIN-Normen für Papierformate ist die A-Reihe. DIN A4 ist allen ein Begriff. Wir kennen das Format von Schulheften, Notizblöcken oder Druckerpapier. Weniger bekannt sind dagegen die Normen DIN B und C für Briefumschläge und DIN D beispielsweise für DVD-Hüllen.

Eines haben aber alle Formate gemeinsam: das Seitenverhältnis. Dieses ist zwischen Breite und Höhe bei jeder Blattgröße identisch und wird in der Formel 1:√2 zusammengefasst. Deshalb lassen sich Blätter im DIN-Format hervorragend halbieren, wobei jeweils das nächstkleinere DIN-Format entsteht.

Die DIN-Reihen existieren bereits seit 1922 und waren damals noch bekannt unter DIN 476. Die DIN-C-Reihe findet sich noch heute in der DIN 476-2, die DIN-A- und DIN-B-Endformate in der ISO-216.

DIN A – der Klassiker

Das geläufigste Papierformat sind die A-Formate. DIN stellt mit der Norm sicher, dass das Papier in jeden Kopierer, Drucker oder Ordner passt. Bis heute erfreut sich die Vorzugsreihe A größter Beliebtheit und ist sogar international zum Klassiker avanciert. Die Standardgröße erleichtert zum Beispiel den Briefverkehr im internationalen Geschäftsalltag immens.

Größenverhältnisse der DIN-Formate DIN A0 bis DIN A8: Zum nächstkleineren Format hin wird halbiert.
DIN A im Gesamtüberblick

Das größte DIN-Papierformat ist DIN A0 und wird zum nächstkleineren Format hin jeweils halbiert. So passt ein Blatt im Format DIN A1 zweimal in DIN A0 und DIN A2 ist doppelt so groß wie DIN A3.

Weitere Anwendungsbeispiele für die DIN-A-Reihe, wobei einzelne Produkte auch mehreren Formaten zugeordnet werden können:

DIN A0 (84,1 x 118,9 cm)Jahresplaner, Landkarten, Plakate
DIN A1 (59,4 x 84,1 cm)Poster, Flipcharts, technische Zeichnungen
DIN A2 (42,0 x 59,4 cm)Plakate, Schreibtischunterlagen, Kalender
DIN A3 (29,7 x 42,0 cm)Zeichenblock, Kalender, Poster
DIN A4 (21,0 x 29,7 cm)Schulhefte, Notizblöcke, Broschüren & Kataloge
DIN A5 (14,8 x 21,0 cm)Flyer, Notizbücher, Glückwunschkarten
DIN A6 (10,5 x 14,8 cm)Postkarten, Aufkleber, Quittungsblöcke
DIN A7 (7,4 x 10,5 cm)Taschenkalender, Notizblöcke, Eintrittskarten

DIN B – die größte Formatreihe

Seit 1922 stellt die Zusatzreihe DIN B die größten Formate der DIN-Reihe dar. Papierformate in DIN B eignen sich hervorragend als Versandtaschen, Aktenordner und Hefter für die entsprechenden DIN-A-Formate.

Drei Versandtaschen in DIN-B-Formaten hinter den passenden Papierformaten aus der DIN A-Reihe
Versandtaschen der DIN-B-Reihe mit den entsprechenden Papierbogen der A-Reihe.

DIN C – ideal für Briefumschläge

Die Formate und Größen der DIN-C-Reihe liegen zwischen DIN A und DIN B. DIN C wird häufig für Briefumschläge verwendet. So könnte man also ein Blatt in DIN A5 in einen Umschlag des Formats DIN C5 legen, der wiederum in eine DIN-B5-Versandtasche passt. Im Gegensatz zu Briefhüllen, wo die Verschlusskappe meistens an der langen Seite sitzt, tragen Versandtaschen diese Klappe an der kurzen – eine Erleichterung beim Befüllen einer Sendung mit vielen Seiten. Das gebräuchlichste Format der C-Reihe ist DIN lang.

Sechs Briefumschläge in DIN-C-Formaten und Seiten in DIN-A-Formaten mit der passenden Faltweise
Ein Blatt in DIN A4 jeweils angepasst an den Briefumschlag.

DIN D und Sonderformate

Das unbekannteste Format der DIN-Reihe ist mit Abstand DIN D. Im Alltag findet dieses Format kaum noch Anwendung. Am ehesten kennen Sie diese Größe wahrscheinlich noch von der DVD-Hülle.

Neben den standardisierten Größen findet man auch immer wieder Formate, die zwar keinem Standard entsprechen, sich aber mit ihren Maßen mittlerweile eingebürgert haben. So gelten für die typische Visitenkarte die Maße 5,5 x 8,5 cm. Diese Größe hat sich etabliert, denn sie entspricht dem Scheckkartenformat und passt somit in jedes Portemonnaie. Das klassische Schulbuch erfüllt ebenfalls keine Norm, ist aber häufig im Format 17,0 x 24,0 cm anzutreffen.

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