Druckwissen: Fachwissen zu Verfahren, Farben & Daten https://www.wir-machen-druck.de/blog/druckwissen Wed, 17 Dec 2025 11:00:10 +0000 de-AT hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.wir-machen-druck.de/blog/wp-content/uploads/2025/02/cropped-favicon-1-32x32.png Druckwissen: Fachwissen zu Verfahren, Farben & Daten https://www.wir-machen-druck.de/blog/druckwissen 32 32 Falzarten: zahlreiche Möglichkeiten für Ihre Printmedien https://www.wir-machen-druck.de/blog/falzarten-moeglichkeiten https://www.wir-machen-druck.de/blog/falzarten-moeglichkeiten#respond Fri, 05 Dec 2025 14:18:00 +0000 https://valkey.wmd-stage.com/blog/?p=888 Einbruchfalz, Altarfalz oder Kreuzbruchfalz – diese und noch mehr Falzarten stehen Ihnen zur Auswahl. Doch was sind die Unterschiede und wofür eignet sich welche Falzart?

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Welche Produkte werden gefalzt?

Prinzipiell können Sie alle Produkte aus Papier maschinell falzen lassen, die später gefaltet oder aufgeklappt werden sollen. Häufige Produkte mit unterschiedlichen Falzarten sind:

  • Faltblätter und Falzflyer (Folder)
  • Einladungskarten, Grußkarten etc.
  • Stadtpläne
  • Beipackzettel
  • Postkarten als Klappkarten
  • Klappvisitenkarten

Die gängigsten Falzarten auf einen Blick

  1. Einbruchfalz
  2. Parallelfalz (Parallelmittenfalz)
  3. Zickzackfalz
  4. Wickelfalz
  5. Kreuzbruchfalz
  6. Altarfalz
  7. Treppenfalz
  8. Quadratfalz
  9. Kombi-Falzarten

Falzarten und Anwendungsbeispiele

Einbruchfalz

Hierbei handelt es sich um einen sehr einfachen Falz. Der Papierbogen wird entweder im Hoch- oder Querformat einmal in der Mitte gefalzt. Deshalb wird diese Falzart auch Mittelfalz genannt. Beim Falzen entsteht also ein Bruch, der vier gleich große Seiten ergibt. Der Einbruchfalz eignet sich ideal, wenn ideal, wenn Sie Flyer drucken – oder für Klappkarten oder Klappvisitenkarten.

Zwei Illustrationen der Falzart Einbruchfalz: als Papierbogen mit einem Bruch und gefaltet

Parallelfalz

Hierbei wird der Papierbogen im Quer- beziehungsweise im Hochformat zwei- oder dreimal parallel gefalzt. Die Falzkanten verlaufen dabei immer in derselben Richtung. Streng genommen gehören zum Parallelfalz auch andere Falzarten wie beispielsweise der Zickzackfalz. Wenn umgangssprachlich vom Parallelfalz die Rede ist, ist meist der Parallelmittenfalz gemeint.

3-Bruch-Parallelfalz bzw. Doppelparallelfalz:

Die Falzung wird zweimal mittig ausgeführt. So ergeben sich acht Seiten.

5-Bruch-Parallelfalz:

Beim Falzen wird der erste Doppelbogen ein zweites und drittes Mal auf je ein Drittel gefalzt. Dadurch bilden sich zwölf Seiten.

Der Parallelfalz wird gern für inhaltsreiche Werbemaßnahmen eingesetzt. Da ein Parallelfalz-Flyer – ebenso wie ein Wickelfalz-Flyer – eine geschlossene Kante besitzt, eignet er sich für die maschinelle Kuvertierung und ist damit beliebt für Postwurfsendungen.

Zwei Illustrationen der Falzart Parallelfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Zickzackfalz

Diese Falzart, auch Z-Falz oder Leporello-Falz genannt, ist häufig mit zwei bis fünf parallelen Brüchen anzutreffen. Der Bogen wird abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen gefalzt. So entsteht die typische Akkordeon-Form für Druckerzeugnisse mit sechs bis zwölf Seiten.

Besonders geeignet ist diese Falzart für thematisch sortierte Inhalte wie zum Beispiel bei Messefoldern oder Getränkekarten, denn ein Printprodukt mit Zickzackfalz lässt sich an jeder beliebigen Stelle leicht öffnen.

Zwei Illustrationen der Falzart Zickzackfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Wickelfalz

Beim Wickelfalz wird der Papierbogen zwei- bis viermal parallel gefalzt. Diese Falzart gilt als Sonderform des Parallelfalzes, bei der das Papier stetig nach innen gefalzt wird – es wird also ohne Richtungswechsel um ein Bogenteil herum gefalzt. Das fertige Produkt sieht wie „eingewickelt“ aus. Vom 2-Bruch- bis zum 4-Bruch-Wickelfalz bilden sich dabei sechs bis zehn Seiten.

Der Wickelfalz wird häufig für Programmflyer oder Tourismusinformationen verwendet. Lose Informationsseiten integrieren Sie ganz leicht in den Flyer, ohne dass diese seitlich herausrutschen. Dies ist besonders praktisch bei variierenden Zusatzinformationen oder Spezialangeboten.

Zwei Illustrationen der Falzart Wickelfalz: als Papierbogen mit zwei Brüchen und gefaltet

Kreuzbruchfalz

Die klassische Falzart für Gebrauchsanweisungen, Plakate, Stadtkarten und Infografiken sind sogenannte Kreuzbrüche, die auf zwei Arten anwendbar sind:

2-Bruch-Kreuzfalz

Der Papierbogen wird zweimal mittig über Kreuz gefalzt – zuerst in Längsrichtung, dann in Querrichtung. Hierdurch entsteht ein achtseitiges Printprodukt.

3-Bruch-Kreuzfalz

Ein dritter Bruch wird zusätzlich mittig in Längsrichtung vorgenommen, sodass insgesamt 16 Seiten entstehen.

Der markanteste Vorteil dieser Falzart ist ein kompaktes Endproduktformat – ideal für Druckerzeugnisse, auf denen Sie viele Informationen auf wenig Platz unterbringen möchten. Allerdings müssen Betrachterinnen und Betrachter das Produkt komplett auseinanderfalten, um alle Inhalte zu sehen.

Tipp: Produkte mit Kreuzbruchfalz bestellen Sie am besten mit einer niedrigen Papiergrammatur – je nach Anzahl der Seiten entstehen sonst Quetschfalten, die die Optik des Endprodukts beeinträchtigen können.

Zwei Grafiken der Falzart Kreuzbruchfalz: als Papierbogen mit zwei gekreuzten Brüchen und gefaltet

Altarfalz

Bei dieser Falzart erhält der Papierbogen zwei oder drei parallel verlaufende Falzlinien, wobei jeweils die außen liegenden Seiten nach innen gefalzt werden. Es gibt zwei Varianten:

2-Bruch-Altarfalz

Der linke und rechte Außenflügel des Papierbogens wird jeweils nach innen zur Mittellinie gefalzt. Somit entstehen sechs Seiten, wobei der mittlere Teil doppelt so groß ist wie die beiden äußeren Flügel. Letztere werden wie ein Fenster nach rechts und links aufgeklappt, um die Mittelseite einzusehen. Deshalb spricht man auch vom offenen Fensterfalz.

3-Bruch-Altarfalz

Bei dieser Variante wird der Papierbogen mit Fensterfalz noch einmal an der Mittellinie nach innen gefalzt. Hierdurch entstehen insgesamt acht gleich große Seiten. Im geschlossenen Zustand sind lediglich Titel- und Rückseite des Druckerzeugnisses zu sehen.

Die eingeklappten Flügel rufen durch den verborgenen Inhalt Aufmerksamkeit und Neugierde bei Kundinnen und Kunden hervor. Außerdem können Sie ausführliche Beschreibungen mithilfe dieser Falzart in handlichen Standardformaten unterbringen.

Zwei Illustrationen der Falzart Altarfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Treppenfalz

Der Treppen- oder Stufenfalz ist eine besondere Art des Zickzackfalzes. Man faltet die Seiten ebenfalls in wechselnder Richtung, dabei werden sie aber stufenweise kleiner beziehungsweise größer. Wird der geschlossene Folder von der kleinsten Seite her betrachtet, ergibt sich eine Registeransicht am rechten Außenrand. Diese Falzart ist ideal, wenn Sie einzelne Themen einer Faltbroschüre bereits im geschlossenen Zustand sichtbar machen wollen.

Zwei Illustrationen der Falzart Treppenfalz: als Papierbogen mit drei Brüchen und gefaltet

Quadratfalz

Beim Quadratfalz handelt es sich um ein zentrales Quadrat, um welches vier anliegende Quadrate gefaltet werden. Das Produkt verfügt somit über zehn Seiten. Diese ausgefallene Falzart bietet sich an, wenn Sie zum Beispiel im verdeckten mittleren Quadrat eine Kernbotschaft vermitteln wollen und in den anliegenden Quadratklappen entsprechende Zusatzinformationen.

Zwei Illustrationen der Falzart Quadratfalz: als Papierbogen mit vier Brüchen und gefaltet

Für Spezialfälle: Kombi-Falzarten

Wünschen Sie ausgefallenere gefalzte Druckerzeugnisse, kommen auch Kombinationen verschiedener Falzarten infrage, zum Beispiel:

2-Bruch-Zickzack-Kreuzfalz: Hier werden zunächst zwei Zickzackfalzungen ausgeführt, gefolgt von einer Kreuzfalzung. Diese Falzart ist praktisch, wenn Sie beispielsweise Plakate falzen müssen, um sie per Post zu versenden. Durch die Art des Falzes wird das Plakat verhältnismäßig wenig beansprucht.

Zwei Illustrationen der Falzart 2-Bruch-Zickzack-Kreuzfalz: als Papierbogen und gefaltet

3-Bruch-Zickzack-2-Bruch-Parallelmittenfalz: Der Bogen wird dreimal im Zickzack gefalzt und mit einer mittigen 2-Bruch-Parallelfalzung kombiniert. Diese Art des Falzes kommt meist bei Landkarten zum Einsatz.

Zwei Illustrationen der Falzart 3-Bruch-Zickzack-2-Bruch-Parallelmittenfalz: als Papierbogen und gefaltet

4-Bruch-Parallelwickelfalz: Die ersten vier Seiten werden „eingewickelt“, die letzte, innerste Seite dann aber in die entgegengesetzte Richtung gefalzt. Ein Vorteil dieser recht speziellen Falzart ist die rundum geschlossenen Kante.

Zwei Illustrationen der Falzart 4-Bruch-Parallelwickelfalz: als Papierbogen mit vier Brüchen und gefaltet

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Druckdaten erstellen: die ultimative Checkliste https://www.wir-machen-druck.de/blog/druckdaten-checkliste https://www.wir-machen-druck.de/blog/druckdaten-checkliste#respond Fri, 05 Dec 2025 11:23:00 +0000 https://valkey.wmd-stage.com/blog/?p=877 Nur mit korrekten Druckdaten erhalten Sie Druckprodukte in exzellenter Qualität. Dank unserer PDF-Checkliste gelingt das Anlegen auch ohne viel Erfahrung.

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Druckdaten und Druckvorlagen

Die Druckdatei ist das Herzstück jedes personalisierten Printprodukts. Bevor Sie Ihre Drucksachen bestellen, müssen Sie daher zunächst Druckdaten erstellen. Diese enthalten das gewünschte Motiv und richten sich nach dem jeweiligen Produkt – das Visitenkartenformat beispielsweise unterscheidet sich offensichtlich von dem eines Versandkartons.

Online-Druckereien stellen in der Regel produktspezifische Druckvorlagen bereit. Sie beinhalten die Abmessungen des Druckbereichs, die Sie in gängige Grafikprogramme importieren können. Sie wollen selbst Druckdaten erstellen? Dann ist unsere allgemeingültige Checkliste die ideale Basis. Nehmen Sie anschließend einfach die spezifischen Angaben Ihrer eigenen Druckerei hinzu.

Druckdaten erstellen: Was ist zu beachten?

Diese 6 Punkte sind wesentlich, wenn Sie Druckdaten erstellen. Beherzigen Sie die Hinweise und freuen Sie sich anschließend nicht nur über einen reibungslosen Druckvorgang, sondern auch über die perfekte Qualität Ihrer Druckerzeugnisse.

1. Das richtige Format: Beschnitt und Sicherheitsabstand

Ein Hauptgrund für Fehler im Druckprozess ist ein falsch angelegtes Layout – richten Sie deshalb ein besonderes Augenmerk auf das Format, wenn Sie Druckdaten erstellen. Verwenden Sie die Abmessungen aus der Druckvorlage Ihres Produkts und passen Sie Ihr Druckmotiv an.

Es gibt drei Bereiche – das Datenformat, das Endformat und den Sicherheitsabstand:

Relevante Bereiche, um Druckdaten zu erstellen: Datenformat, Endformat und Sicherheitsabstand
Datenformat abzüglich Beschnittrand ergibt das Endformat.
  • Das Datenformat beinhaltet den Beschnittrand. Das ist ein Spielraum für Abweichungen beim Schneiden von beispielsweise Flyern oder Visitenkarten. Diese Beschnittzugabe beträgt einige Millimeter, bei WIRmachenDRUCK sind es meistens 3 mm. Als produktionstechnischer Puffer wird der Beschnitt allen vier Seiten hinzugerechnet.
  • Ihr Produkt wird im Datenformat gedruckt und anschließend wird der Beschnitt entfernt. Nun hat Ihre Drucksache ihr Endformat erreicht – ganz ohne weiße Ränder, die auch Blitzer genannt werden.
  • Platzieren Sie wichtige Elemente wie Bilder, Texte oder Logos mit Abstand zum Rand. Das verhindert, dass sie versehentlich angeschnitten werden. Dieser Sicherheitsabstand ist ebenfalls in der Druckvorlage angegeben. Bei WIRmachenDRUCK beträgt er meist 6 mm zum Datenformat beziehungsweise 3 mm zum Endformat.

Beispiel: Sie erstellen Druckdaten für Flyer mit dem Endformat 10,5 x 14,8 cm (DIN A6). Inklusive einer Beschnittzugabe von 3 mm pro Seite beträgt das Datenformat dann 11,1 x 15,4 cm. Im Abstand von 6 mm dazu ist der Sicherheitsabstand berücksichtigt. Nach dem Druck wird der Beschnitt entfernt und Sie erhalten Ihre Flyer in DIN A6.

Beispielhafte Druckvorlage: Druckdaten erstellen für einen Flyer in DIN A6
Diese Druckvorlage zeigt die drei Bereiche bei einem Flyer in DIN A6.

Informieren Sie sich vorab, ob Sie selbst Druckmarken wie Falz-, Pass- oder Schnittmarken anlegen sollen – in der Regel übernimmt Ihre Druckerei das für Sie.

2. Die Welt der Farben

Eine wichtige Grundregel beim Druckdaten erstellen: Legen Sie Druckdaten immer im CMYK-Farbraum an und nicht als RGB-Farben. So vermeiden Sie Farbverschiebungen. Laden Sie außerdem das von Ihrer Druckerei empfohlene ICC-Profil herunter und aktivieren Sie es in Ihrem Dokument.


Halten Sie sich ebenso an die Angaben zum maximalen Farbauftrag – bei WIRmachenDRUCK ist er auf maximal 300 % begrenzt. Falls Sie Sonderfarben wie HKS- und Pantone-Farben wünschen, zeigen wir Ihnen in unserer Anleitung, wie Sie diese Druckdaten korrekt erstellen.

RBG- und CMYK-Farbraum, symbolisiert mithilfe von farbigen, sich überlappenden Kreisen
Farbmodelle RGB und CMYK

3. Was ist die passende Auflösung

Die Auflösung Ihrer Druckdatei entscheidet über die Druckqualität. Sie wird in der Maßeinheit dpi (dots per inch) angegeben und bezieht sich auf die Summe aller Bildpunkte (Pixel) auf einer Fläche. Grundsätzlich gilt: Je höher die dpi-Zahl, umso schärfer ist das Druckergebnis.

Druckdaten erstellen mit hoher Auflösung: Drei Kreise mit unterschiedlicher dpi-Zahl zeigen die Druckqualität.
Je mehr Bildpunkte auf einer Fläche, desto schärfer ist das Bild.

Wenn Sie Druckdaten erstellen, verwenden Sie bis zu einer Druckgröße von DIN A3 eine Mindestauflösung von 300 dpi. Bei großformatigen Produkten ab DIN A2, wie etwa Bannern, Plakaten oder Flaggen, genügen meist auch dpi-Werte zwischen 150 und 200 dpi. Die Faustregel ist: Je geringer der Betrachtungsabstand, desto höher die Auflösung.

Beim Druckdaten Erstellen hilft es, die Auflösung zu prüfen via Zoom im PDF-Reader.
Für DIN A4 wird die Unschärfe im Zoom-Modus erkennbar.

Überprüfen Sie Ihre Druck-PDF selbst in Ihrem PDF-Reader, indem Sie die Ansicht auf 400 % erhöhen. Wenn einzelne Elemente unscharf wirken, sollten Sie die Auflösung vergrößern.

4. Schriften korrekt darstellen

Lupe auf Zeitungstext verdeutlicht die Mindestschriftgröße, um gut lesbare Druckdaten zu erstellen.
Bei zu kleinen Schriften kann die Druckfarbe ineinanderlaufen.

Für ein optimales Druckergebnis sollte Ihre Schriftgröße nicht kleiner als 6 pt sein. Hier endet die Lesbarkeit der Schrift und es kann vorkommen, dass die für kleinere Zeichen verwendete Druckfarbe später ineinanderläuft. Wollen Sie Druckdaten erstellen und darin einen Text in schwarzer Schrift anlegen, sollten Sie hierfür 100 % Schwarz („Key“) anwenden – ein gemischtes Schwarz kann zu einem unsauberen Ergebnis führen.

Legen Sie Texte als Vektor oder Pfad an, falls der Zeichensatz nach dem PDF-Export nicht schon automatisch eingebettet ist. Schriften sollten grundsätzlich in Ihre Druckdatei eingebettet sein. Wenn Sie Schriften einbetten, wird die Schriftinformation in das Dokument übertragen und Schriftbild sowie Laufweite werden korrekt dargestellt.

5. Welcher Dateityp stimmt?

Ihre Druckdaten sollten sich nicht nach dem Erstellen mehr bearbeiten lassen – speichern Sie sie darum immer in einem geschlossenen Format. Grundsätzlich am besten geeignet sind PDF-Dateien. Darin sind alle relevanten Daten und Elemente wie Fotos, Grafiken, Schriften und Linien abgebildet. Wenn die Druckvorstufe Umwandlungen vornehmen muss, kann es zu Qualitätsverlusten kommen.

Nur in Ausnahmefällen, etwa bei T-Shirts, können bei WIRmachenDRUCK auch TIFF-Dateien eingesetzt werden. Verwenden Sie daher generell das Format PDF X1a:2001 1.3. Denken Sie auch daran, Einschränkungen und Sicherheitseinstellungen zu deaktivieren und kein Passwort für Ihr PDF-Dokument zu vergeben.

Weißer PDF-Schriftzug auf rotem Grund zeigt, dass Druckdaten als PDF-Datei erstellt werden sollten.

6. Welche Programme kann ich verwenden?

Nutzen Sie optimalerweise eine professionelle Grafikdesign-Software, um Druckdaten zu erstellen. Wir empfehlen Ihnen:

  • Adobe InDesign
  • Adobe Illustrator
  • Adobe Photoshop
  • Affinity Designer
  • Affinity Publisher
  • CorelDRAW

Alle genannten Layout-Programme sind kostenpflichtig. Falls Sie noch keines im Einsatz haben, können Sie abwägen, ob sich eine Anschaffung lohnt.

Person sitzt am Schreibtisch und erstellt Druckdaten mit einem professionellem Layout-Programm.
Erstellen Sie Ihre Druckdaten am besten mit professionellen Grafik- und Layout-Programmen.

Open Source Programme wie GIMP oder Scribus eignen sich ebenso für die Erstellung Ihrer Druckdaten. Je nach Komplexität der Druckinhalte stellen auch Textverarbeitungsprogramme mögliche Alternativen dar. Microsoft Word und Apple Pages können Sie etwa für simple Textgestaltungen mit Bildern einsetzen. Auch die Angebote an Vorlagen für Visitenkarten und Co können nützlich sein.

Ihre universale Druckdaten-Checkliste

Mit unserer allgemeingültigen Checkliste gelingt es Ihnen auf Anhieb, Druckdaten zu erstellen! Wir haben die wichtigsten Aspekte einer druckfertigen Datei zusammengefasst.

Druckdaten erstellen – so geht’s

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Die wichtigsten Druckverfahren in der Übersicht https://www.wir-machen-druck.de/blog/druckverfahren-uebersicht https://www.wir-machen-druck.de/blog/druckverfahren-uebersicht#respond Fri, 05 Dec 2025 11:03:00 +0000 https://valkey.wmd-stage.com/blog/?p=348 Um Produkte zu personalisieren, gibt es weit mehr Möglichkeiten als den allseits bekannten Offsetdruck: Auch Druckverfahren wie der Flexodruck oder der Sublimationsdruck punkten mit individuellen Vorzügen.

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Womöglich sind Ihnen Offsetdruck und Digitaldruck ein Begriff. Doch haben Sie schon einmal etwas vom Sublimationsdruck gehört? In diesem Beitrag erklären wir Ihnen die Funktionsweise einiger bekannter und weniger geläufiger Druckverfahren. Unsere Übersichtstabelle am Ende des Beitrags zeigt die Einsatzzwecke und Eigenschaften der Verfahren auf einen Blick.

Flexodruck: mit Walzen zum perfekten Ergebnis

Beim Flexodruck überträgt die Druckerei Ihr Druckmotiv auf eine flexible Druckplatte, die in der Fachsprache Klischee genannt wird. Das Klischee besteht aus einem Fotopolymer und hat höher- und tieferliegende Bereiche. Die zu druckenden Elemente sind auf dem Klischee erhaben dargestellt, weshalb der Flexodruck zu den sogenannten Hochdruckverfahren zählt.

Das Klischee wird von einer Walze getragen; mithilfe von weiteren Walzen wird die Druckfarbe auf die erhöhten Stellen des Klischees aufgetragen und letztendlich – ähnlich wie mit einem Stempel – auf den Bedruckstoff übertragen. Das Verfahren eignet sich etwa ideal für Verpackungen, die danach weiterverarbeitet werden. Der Flexodruck gilt außerdem als umweltfreundliche Drucktechnik, da meist mit dünnflüssigen Farben auf Wasserbasis gearbeitet wird.

Vereinfachte Darstellung der Funktionsweise des Druckverfahrens Flexodruck

Siebdruck: mehr als nur ein T-Shirt-Druckverfahren

Vereinfacht gesagt funktioniert der Siebdruck mithilfe einer Schablone aus feinmaschigem Gewebe, auf der jene Stellen farbundurchlässig gemacht werden, die unbedruckt sein sollen. Wird nun Farbe auf die Schablone gebracht, bleibt nur das Wunschmotiv auf dem Bedruckstoff zurück. Der Siebdruck liefert tolle Ergebnisse und ist für viele Materialien geeignet – nicht nur für T-Shirts, sondern auch zum Beispiel für Gläser. Allerdings ist der Siebdruck in seiner Farbvielfalt begrenzt, da für jede Druckfarbe ein separater Druckprozess durchgeführt wird.

Druckverfahren Siebdruck modellhaft dargestellt: Schablone, Rakel, Druckfarbe, Bedruckstoff etc.

Tampondruck: der formbare Allrounder

Den Tampondruck kommt vor allem beim Bedrucken von Kunststoffen zum Einsatz. Dabei wird die Druckfarbe von der Druckform auf einen Tampon aus Silikonkautschuk übertragen. Dieser schmiegt sich an den Bedruckstoff und bringt die Farbe ähnlich wie ein Stempel auf. Mit dem Tampondruck können auch gewölbte Gegenstände präzise bedruckt werden – zum Beispiel Kugelschreiber und andere Werbeartikel.

Prinzip des Druckverfahrens Tampondruck, modellhaft in vier Grafiken

Sublimationsdruck: eine heiße Sache

Bei Produkten, die im Sublimationsdruck bedruckt werden, bringt eine bedruckte Transferfolie die Farbe durch Erhitzen auf den Bedruckstoff. Dadurch wird die Tinte in das Druckprodukt eingedampft – sie sublimiert. Der Sublimationsdruck wird häufig auch Transferdruck genannt.

Druckverfahren Sublimationsdruck als Modell mit einer Tasse als Bedruckstoff

Überblick über die gängigsten Druckverfahren

Sie benötigen die Vorzüge bekannter Drucktechniken auf einen Blick? In unserer Druckverfahren-Tabelle werden Sie fündig.

DrucktechnikEigenschaftenEinsatzzwecke
DigitaldruckFür personalisierte Printprodukte ab Auflage 1 mit fotorealistischen ErgebnissenPlakate & Poster, Flyer und Werbetechnik wie Messewände
FlexodruckUmweltfreundlich und schnell, besonders wirtschaftlich bei großen AuflagenGetränkebecher, Klebebänder, Verpackungen
OffsetdruckBekanntes Verfahren mit hoher Qualität, günstig und schnell bei großen AuflagenPlakate, Wandkalender und Visitenkarten
SiebdruckBeständiger Druck dank hoher Farbschichtdicke, kostengünstig für hohe AuflagenT-Shirts, Stofftaschen, Gläser
SublimationsdruckMotiv wird gewissermaßen in Bedruckstoff eingedampft. Verfahren des Digitaldrucks.Werbetassen, Hussen, Sitzsäcke
TampondruckAuf unebenen Oberflächen möglich und dadurch flexibel einsetzbarKugelschreiber, Sonnenbrillen, Trinkflaschen

Fazit: für jedes Produkt das optimale Verfahren

Der Siebdruck, der Tampondruck, der Flexodruck und der Sublimationsdruck liefern allesamt exzellente Ergebnisse. Welches Druckverfahren für welches Produkt am besten geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählen etwa die Form und das Material des Bedruckstoffs sowie die gewünschte Auflage. Meist machen Online-Druckereien in der Produktübersicht Angaben zum verwendeten Druckverfahren – andernfalls erkundigen Sie sich bei Bedarf direkt beim entsprechenden Anbieter.

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DIN-Formate: ein Überblick mit Anwendungsbeispielen https://www.wir-machen-druck.de/blog/din-formate-ueberblick https://www.wir-machen-druck.de/blog/din-formate-ueberblick#respond Fri, 05 Dec 2025 10:21:00 +0000 https://valkey.wmd-stage.com/blog/?p=283 Vor allem DIN-A4-Produkte sind im Berufsleben allgegenwärtig. Aber was ist mit anderen Größen? In diesem Beitrag bekommen alle DIN-Formate ihren großen Auftritt.

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Wer legt die DIN-Formate fest?

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) legt Maße und Größen in vielen verschiedenen Lebensbereichen fest – so auch unsere DIN-Formate.

DIN-Normen sollen den Handel vereinfachen, Qualität und Effizient steigern und Produkte sicherer machen. Die eine oder andere Norm kann jedoch auf den ersten Blick skurril wirken. So zum Beispiel die DIN EN 1860-1: Diese Norm legt fest, wie breit der Abstand zwischen den Stäben eines Grillrosts maximal sein darf, um das Durchfallen der Würstchen beim Grillen zu verhindern. Das nationale Normenwerk beinhaltet mehr als 34.000 verschiedene Normen – darunter finden sich auch solche, die in der Druckbranche eine Rolle spielen.

DIN-Normen im Druckwesen

DIN-Normen im Druckwesen regeln beispielsweise das Farbmanagement, den Schriftsatz oder die Prüfung von Druckmaschinen. Berühmt ist außerdem die DIN-Norm für Papierformate – auf sie konzentrieren wir uns in diesem Blogbeitrag. Die bekannteste der DIN-Normen für Papierformate ist die A-Reihe. DIN A4 ist allen ein Begriff. Wir kennen das Format von Schulheften, Notizblöcken oder Druckerpapier. Weniger bekannt sind dagegen die Normen DIN B und C für Briefumschläge und DIN D beispielsweise für DVD-Hüllen.

Eines haben aber alle Formate gemeinsam: das Seitenverhältnis. Dieses ist zwischen Breite und Höhe bei jeder Blattgröße identisch und wird in der Formel 1:√2 zusammengefasst. Deshalb lassen sich Blätter im DIN-Format hervorragend halbieren, wobei jeweils das nächstkleinere DIN-Format entsteht.

Die DIN-Reihen existieren bereits seit 1922 und waren damals noch bekannt unter DIN 476. Die DIN-C-Reihe findet sich noch heute in der DIN 476-2, die DIN-A- und DIN-B-Endformate in der ISO-216.

DIN A – der Klassiker

Das geläufigste Papierformat sind die A-Formate. DIN stellt mit der Norm sicher, dass das Papier in jeden Kopierer, Drucker oder Ordner passt. Bis heute erfreut sich die Vorzugsreihe A größter Beliebtheit und ist sogar international zum Klassiker avanciert. Die Standardgröße erleichtert zum Beispiel den Briefverkehr im internationalen Geschäftsalltag immens.

Größenverhältnisse der DIN-Formate DIN A0 bis DIN A8: Zum nächstkleineren Format hin wird halbiert.
DIN A im Gesamtüberblick

Das größte DIN-Papierformat ist DIN A0 und wird zum nächstkleineren Format hin jeweils halbiert. So passt ein Blatt im Format DIN A1 zweimal in DIN A0 und DIN A2 ist doppelt so groß wie DIN A3.

Weitere Anwendungsbeispiele für die DIN-A-Reihe, wobei einzelne Produkte auch mehreren Formaten zugeordnet werden können:

DIN A0 (84,1 x 118,9 cm)Jahresplaner, Landkarten, Plakate
DIN A1 (59,4 x 84,1 cm)Poster, Flipcharts, technische Zeichnungen
DIN A2 (42,0 x 59,4 cm)Plakate, Schreibtischunterlagen, Kalender
DIN A3 (29,7 x 42,0 cm)Zeichenblock, Kalender, Poster
DIN A4 (21,0 x 29,7 cm)Schulhefte, Notizblöcke, Broschüren & Kataloge
DIN A5 (14,8 x 21,0 cm)Flyer, Notizbücher, Glückwunschkarten
DIN A6 (10,5 x 14,8 cm)Postkarten, Aufkleber, Quittungsblöcke
DIN A7 (7,4 x 10,5 cm)Taschenkalender, Notizblöcke, Eintrittskarten

DIN B – die größte Formatreihe

Seit 1922 stellt die Zusatzreihe DIN B die größten Formate der DIN-Reihe dar. Papierformate in DIN B eignen sich hervorragend als Versandtaschen, Aktenordner und Hefter für die entsprechenden DIN-A-Formate.

Drei Versandtaschen in DIN-B-Formaten hinter den passenden Papierformaten aus der DIN A-Reihe
Versandtaschen der DIN-B-Reihe mit den entsprechenden Papierbogen der A-Reihe.

DIN C – ideal für Briefumschläge

Die Formate und Größen der DIN-C-Reihe liegen zwischen DIN A und DIN B. DIN C wird häufig für Briefumschläge verwendet. So könnte man also ein Blatt in DIN A5 in einen Umschlag des Formats DIN C5 legen, der wiederum in eine DIN-B5-Versandtasche passt. Im Gegensatz zu Briefhüllen, wo die Verschlusskappe meistens an der langen Seite sitzt, tragen Versandtaschen diese Klappe an der kurzen – eine Erleichterung beim Befüllen einer Sendung mit vielen Seiten. Das gebräuchlichste Format der C-Reihe ist DIN lang.

Sechs Briefumschläge in DIN-C-Formaten und Seiten in DIN-A-Formaten mit der passenden Faltweise
Ein Blatt in DIN A4 jeweils angepasst an den Briefumschlag.

DIN D und Sonderformate

Das unbekannteste Format der DIN-Reihe ist mit Abstand DIN D. Im Alltag findet dieses Format kaum noch Anwendung. Am ehesten kennen Sie diese Größe wahrscheinlich noch von der DVD-Hülle.

Neben den standardisierten Größen findet man auch immer wieder Formate, die zwar keinem Standard entsprechen, sich aber mit ihren Maßen mittlerweile eingebürgert haben. So gelten für die typische Visitenkarte die Maße 5,5 x 8,5 cm. Diese Größe hat sich etabliert, denn sie entspricht dem Scheckkartenformat und passt somit in jedes Portemonnaie. Das klassische Schulbuch erfüllt ebenfalls keine Norm, ist aber häufig im Format 17,0 x 24,0 cm anzutreffen.

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Sonderfarben HKS und Pantone: Unterschiede und Gemeinsamkeiten https://www.wir-machen-druck.de/blog/sonderfarben-pantone-hks https://www.wir-machen-druck.de/blog/sonderfarben-pantone-hks#respond Fri, 05 Dec 2025 07:33:00 +0000 https://valkey.wmd-stage.com/blog/?p=416 Manchmal reicht die CMYK-Farbpalette nicht aus und es lohnt sich, die Sonderfarben von HKS und Pantone zu nutzen. Alles über die beiden Farbsysteme erfahren Sie hier.

Der Beitrag Sonderfarben HKS und Pantone: Unterschiede und Gemeinsamkeiten erschien zuerst auf WIRmachenDRUCK-Blog.

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Was sind Sonderfarben und wo kommen sie zum Einsatz?

Sie kennen sicher die CMYK-Farben: Cyan, Magenta, Yellow und Key. Der CMYK-Farbraum ist groß, allerdings kann der gängige Druck in bestimmten Fällen nicht jeden Farbton genau abbilden. Hier kommen die Sonderfarben HKS und Pantone ins Spiel:

Hand mit ausgebreitetem Farbfächer für Sonderfarben HKS oder Pantone

Um den gewünschten Farbton sicherer zu erreichen, nutzen Online-Druckereien eigens rezeptierte, systematisch normierte Farben. Diese werden Sonder- oder Schmuckfarben genannt.

Eine Sonderfarbe ist eine vorab gemischte Volltonfarbe, die als fünfte oder sechste Grundfarbe bei der Produktion hinzukommt. Lassen Sie beispielsweise Briefpapier mit Sonderfarben drucken, ist Ihnen möglicherweise aufgefallen, dass manche Druckereien 5/0-farbigen oder 6/0-farbigen Druck anbieten. 6/0-farbig bedeutet, dass zwei Sonderfarben gedruckt werden. Sonderfarben kommen zumeist im Offsetdruck zum Einsatz.

Sonderfarben als Markenzeichen

Sonderfarben wie HKS oder Pantone sind vor allem dann praktisch, wenn Sie Ihr Corporate Design exakt umsetzen möchten; nur so können Briefumschläge, Visitenkarten, Verpackungen und Flyer immer wieder weitgehend exakt in der gewünschten Farbnuance umgesetzt werden. Sonderfarben schaffen also Wiedererkennungswert.

Denn während CMYK-Farben in den verschiedenen Druckwerken nach und nach aufgetragen werden und das Ergebnis je nach Maschine leicht variiert, sind die Sonderfarben von HKS und Pantone bereits fertig gemischt und bilden damit den gewünschten Farbton präziser ab. Auch wenn Sie sehr knallige Farben oder spezielle Farbtöne wie Gold und Silber wünschen, erzielen Sie mit Sonderfarben von HKS und Pantone besonders hochwertige Ergebnisse.

Briefpapier-Set und Visitenkarten mit Sonderfarben HKS bzw. Pantone im Corporate Design

Allerdings: Sonderfarben sind teurer als CMYK-Farben, da Sonderfarben nicht in derart großen Mengen hergestellt werden. Teils werden die Pigmente für die Farben immer noch aus der Natur bezogen.

Zwei Systeme: HKS- und Pantone-Sonderfarben

Farbe ist nicht gleich Farbe – diese Erfahrung haben Sie in der Praxis beim Proof vielleicht auch schon gemacht. Nicht umsonst haben sich Farbsysteme etabliert, die einen Standard für die jeweilige Farbe definieren und damit optimale Orientierung bieten. Im Druckwesen gibt es zwei gängige Systeme für die Normierung der Farben: Das US-amerikanische System Pantone und das in Deutschland geläufige HKS-System.

Beide überzeugen mit einer umfangreichen Palette an Sonder- und Schmuckfarben, die Druckereien entweder selbst vor dem Druck mischen oder anliefern lassen. Eine weitere Gemeinsamkeit: Sowohl die Sonderfarben der HKS- als auch der Pantone-Palette lassen sich mehr oder weniger mit CMYK simulieren. Hierfür existieren online spezielle Umrechnungstabellen.

Darüber hinaus gibt es weitere Farbsysteme, etwa RAL, NCS oder auch die DIN 6124 für die Normung von Wandfarben.

Tipp: Farbfächer nutzen

Damit Sie sich ein Bild der verschiedenen Sonderfarbtöne machen können, bieten die Hersteller HKS und Pantone spezielle Farbfächer zum Kauf an. Wählen Sie unbedingt den passenden Fächer – teils gibt es abhängig vom Bedruckstoff unterschiedliche Farbfächer. HKS liefert beispielsweise separate Fächer für gestrichene Papiere (K) und ungestrichene Papiere (N) mit erheblichen Farbunterschieden bei manchen Farbtönen.

Was ist Pantone?

Lawrence Herbert entwickelte 1963 das Pantone-System. Es gilt heute als bekanntestes System standardisierter Farben und fasst Farbtöne in Pantone-Farbfächern zusammen. Neben dem Druckwesen verwenden auch Architekturbüros oder die Textilindustrie die Sonderfarben des Pantone-Systems.

Damit ein bestimmter Pantone-Farbton im Druck auch wirklich der Farbpalette entspricht, ist die Papierart entscheidend. Verbindlich gemischte Pantone-Farben können sich je nach Papiervariante unterschiedlich darstellen. Pantone differenziert deshalb zwischen gestrichenen, also Papierarten mit glatter Oberfläche (C = Coated), und ungestrichenen, unbehandelten Papierarten mit rauer Oberfläche wie Naturpapier (U = Uncoated).

Mit 1.755 Sonderfarben beeindruckt das Pantone-Matching-System bereits in der Pantone-Basis-Variante. Zahlreiche zusätzliche Pantone-Systeme eröffnen einen enormen Spielraum bis hin zu Metallic- oder Neon-Tönen.

Ausgebreiteter Farbfächer mit Gelb- bis Blaunuancen des Farbsystems Pantone

Was ist HKS?

Zwei aufgefächerte Farbfächer mit Gelb- bis Lilatönen des Farbsystems HKS

Hostmann-Steinberg Druck, Kast + Ehinger Druckfarben sowie H. Schmincke & Co. – die Anfangsbuchstaben dieser Gründungsfirmen des 1968 gegründeten Warenzeichenverbandes e.V. lieferten das Kürzel HKS. Seither fassen die HKS-Farbfächer 3.520 Volltonfarben zusammen, die aus dem Zusammenspiel von 88 Basisfarben und je 39 Nuancen resultieren.

Auch HKS differenziert seine Palette nach gestrichenen (K) und ungestrichenen (N) Papierarten. Für Zeitungspapier und Endlosdruck gibt es ebenfalls eigene Paletten:

  • HKS K für gestrichenes Papier wie Kunstdruckpapiere
  • HKS N für ungestrichene Papiere, also Naturpapiere
  • HKS Z für Zeitungspapier
  • HKS E für Endlosdruckpapier

Unterschiede zwischen Pantone und HKS

PantoneHKS
Insgesamt mehr Farben als bei HKS, denn zu 1.755 Volltonfarben in der Pantone-Basis-Variante gesellen sich zahlreiche Töne in anderen Systemen.3.520 Volltonfarben
nicht speziell für die Papierindustrie entwickeltes Systemauf die Papierindustrie zugeschnittenes System
Pantone-Farben kommen z. B. auch bei Textilien oder in der Architektur zum Einsatz und sind damit sehr vielseitig.HKS-Farben sind nur auf Papier zu finden.
im Druck weniger gut in CMYK nachstellbarrelativ gut in CMYK nachstellbar
Die CMYK-Werte in Pantone-Umrechnungstabellen sind häufig Zahlen mit mehreren Nachkommastellen und damit beim Druck schwerer genau zu treffen.Die Farbwerte in der HKS-Umrechnungstabelle lassen sich relativ präzise drucken, da sie speziell für den Offsetdruck entwickelt wurden.

Anleitung: So legen Sie eine Sonderfarbe an

Um das gewünschte Druckergebnis zu erhalten, sollten Sie beim Anlegen von Sonderfarben umsichtig vorgehen. Wir haben für Sie ein ausführliches Tutorial hinterlegt – einfach anklicken und Schritt für Schritt die gewünschte Sonderfarbe erfolgreich anlegen.

Screenshot aus Grafikprogramm: Anlegen eines Volltonfarbkanals für HKS oder Pantone
Jetzt Sonderfarben anlegen

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